Geschichte

Das erste Terminal des Flughafen Graz in schwarz-weiß.
Das erste Terminal

Bewegte Vergangenheit

Der Flughafen Graz konnte in seiner bereits 100-jährigen Geschichte zahlreiche Meilensteine verzeichnen. Von der Entstehung des ersten Flugfeldes, über die Landung der Concorde, bis zu den neuesten Modernisierungen wie der Errichtung des Rollweg C - Lesen Sie mehr über die bewegte Vergangenheit Ihres Flughafens.

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2013

Der Flughafen Graz erhält zum 14. Mal die begehrte ÖKOPROFIT-Auszeichnung und wird im Rahmen des Audit "berufundfamilie" als frauen- und familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet.

2012

Ein weiterer Meilenstein in Sachen Sicherheit wurde gesetzt. Für eine optimale Pistennutzung zur schnellen Abwicklung des Verkehrs wurde ein dritter Rollweg (Rollweg C) errichtet. Weiters wurden die beiden schon bestehenden Rollwege (B+D) und das daran anschließende Vorfeld teilweise saniert, um auch in Zukunft alle Safetyvorgaben bestens erfüllen zu können.

2011

Überdachter Bahnzugang mit Tower im Hintergrund

Zwischen dem Flughafen Terminal und der Bahnstation wird in Kooperation mit dem Land Steiermark ein überdachter Bahnzugang errichtet. Damit gelangen Passagiere bequem und trockenen Fußes zum Bahnhof Feldkirchen,  S-Bahn-Linie S5 Station ca. 300 m zum Terminal.

2010 – Der Vulkan spuckt Feuer und Asche

Die Aschewolke des isländischen Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher führt im April und Mai immer wieder zu Luftraumsperren über Europa; Mitte April auch über Österreich. Ca. 12.000 Passagiere des Flughafen Graz können deswegen nicht befördert werden.

2009 – Jahr der Wirtschaftskrise

Die Wirtschaftskrise geht auch am Flughafen Graz nicht spurlos vorbei. Dass der Passagierrückgang von fast 6% vergleichsweise gering ausgefallen ist, kann in erster Linie auf die Einführung neuer Linien sowie den Ausbau bestehender Verbindungen zurückgeführt werden. 

Im Juni 2009 wird der neu errichtete Heliport feierlich dem ÖAMTC übergeben. SPAR feiert seine 400.000ste Kundin am Flughafen Graz – und das, obwohl die Filiale noch nicht einmal ein Jahr geöffnet ist.

2008 – 1 Million Passagiere

Vorfeld und Flughafengbäude

Im September eröffnet SPAR den ersten Supermarkt auf einem österreichischen Flughafengelände.

Am 23.12.2008 schließlich wird Geschichte geschrieben: Die millionste Passagierin ist ein Meilenstein für den Flughafen Graz 

2007

Der Flughafen Graz wird für seinen Terminal-Ausbau mit der „GerambRose“ für gutes Bauen ausgezeichnet. 

2006

Im Dezember 2006 wird der 900.000ste Passagier begrüßt.

2005

Am 22. März wird die neue Abflughalle eröffnet.  

2004

Am 28. Mai werden alle bisherigen Rekorde gebrochen: Über 6.000 Fluggäste frequentieren den Flughafen an diesem Tag. Der Flughafen feiert sein 90-jähriges Bestehen und betreut in diesem Jahr fast 900.000 Passagiere.

2003 – Es wird fleißig gebaut

Das General Aviation Center wird eröffnet. Gleichzeitig beginnt eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte des Flughafens: der Ausbau des Fluggastgebäudes auf die doppelte Kapazität.

Am 27.11.2003 freut man sich am Flughafen Graz über den 800.000sten Fluggast.

2002

Tower am Abend

Im Oktober wird der neue Tower eröffnet.  

2001

Das neue Frachtgebäude wird eingeweiht und das Vorfeld in Richtung Norden erweitert.

2000

Erstmals werden über 750.000 Passagiere verzeichnet.

1994

Terminalansicht vom Vorfeld aus mit Flughafen Schriftzug

Das neue Flughafengebäude wird nach zweijähriger Bautätigkeit feierlich in Betrieb genommen. Zur Eröffnung sowie anlässlich des 80. Geburtstags des Flughafens wird am 29. Oktober ein internationaler Flugtag veranstaltet. Über 120.000 Besucher lassen sich dieses Ereignis nicht entgehen. 

1984 – 70 Jahre Flughafen Graz

Weit über 100.000 Besucher feiern das 70-jährige Bestehen des Flughafen Graz. Anlässlich der Feierlichkeiten findet eine große Flugschau statt. Aufsehenerregender Höhepunkt ist dabei die Landung des ersten "Jumbos" (B-747) der Deutschen Lufthansa.

1983

Alte Luftansicht Flughafenglände

Eine moderne Anflughilfe wird am Flughafen Graz in Betrieb genommen. Diese lenkt entsprechend ausgerüstete Flugzeuge bei schlechter Sicht sicher zu Boden. Damit können die Ausfälle wegen Nebels nahezu auf null gesenkt werden. 

1981 – Die Concorde landet in Graz

Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Flughafen Graz ist die Landung der Concorde der British Airways am 29. März 1981.

1969 – 40.000 Passagiere

Der Flughafen muss erneut vergrößert und modernisiert werden. Ein neues Abfertigungsgebäude wird errichtet und die Piste auf 2.500 m verlängert. Somit starten und landen in diesem Jahr bereits über 40.000 Passagiere am Flughafen Graz. 

1966

Personen beim Duty Free Shop 1966

Durch die Einführung der Linie Graz - Linz - Frankfurt wird der Flughafen in das internationale Flugnetz eingegliedert.  

1963

Der Flughafen Graz wird in das innerösterreichische Streckennetz der AUA integriert. Der Kurs Wien - Graz - Klagenfurt entwickelt sich so gut, dass sich das Passagieraufkommen bis 1964 verdoppelt.

1962

Ansicht Flughafengebäude 1962

In diesem Jahr werden erstmals ca. 1.000 Passagiere gezählt.  

1955 – Wieder unter österreichischer Lufthoheit

Der Abzug der Besatzungsmächte bringt Österreich die Lufthoheit zurück. Der ständig steigende Flugverkehr und der technische Fortschritt verlangen eine Verbesserung des Flughafens. Eine 1.500m lange Betonpiste mit entsprechender Befeuerungsanlage wird gebaut - es ist der erste Neubau dieser Art in Österreich.

1951

Am 23. Juni 1951 wird der Flughafen Graz wieder in den internationalen Luftverkehr eingegliedert. Dies wurde von der britischen Besatzungsmacht genehmigt.

1947

Das Amt der zivilen Luftfahrt wird eingerichtet und der Flughafen Graz geht wieder in heimische Verwaltung über. 

1945 – Zeit der Besatzung

Am 9. Mai 1945 erreichen sowjetische Truppen den Flughafen, später wird er von den Briten besetzt. Mit Ausnahme des Flugverkehrs der Besatzungsmächte ist die zivile und militärische Luftfahrt in Österreich untersagt.

1937 – Ein Flughafengebäude wird errichtet

Dank laufender Verbesserungen der Navigations- und Funktechnik geht es mit dem Flugverkehr steil bergauf. Der Bau eines Flughafengebäudes beginnt. 

1930

Graz wird in das Funknetz einbezogen und bekommt eine Peilstation.

1925 – Das erste Flugnetz Österreichs

Kleines Flugzeug auf Grasfläche mit Hangar im Hintergrund - 1925

Das erste innerösterreichische Flugnetz wird gebildet. Die Strecke führt von Wien über Graz nach Klagenfurt.  

1922

Der Flughafen kommt unter die Verwaltung der Republik Österreich.

1920 – Im Besitz der Steiermärkischen Landesregierung

Die Anlagen des Thalerhofes gehen an das Amt der Steiermärkischen Landesregierung über. Zu dieser Zeit sind die militärische und zivile Luftfahrt verboten. Man wendet sich daher der Segelfliegerei zu. 

1914

Am 26. Juni 1914 ist es soweit – Das erste Flugzeug hebt vom Flughafen Graz ab.

Das Geburtsjahr des Flughafens ist aber auch eng mit dem wohl traurigsten Kapitel seiner Geschichte verbunden: In diesem Jahr entsteht auf dem Areal des heutigen Flughafens, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Militärflughafen, ein Internierungslager. Hier werden Zivilpersonen aus der Bukowina und Galizien festgehalten, die man der „Russophilie“ verdächtigt.

In dem Lager, das bis 1917 besteht, herrschen vor allem in den ersten Monaten sehr schlechte sanitäre Bedingungen und Platzmangel, wodurch mehrmals Epidemien ausbrechen. Fast 1.800 Menschen versterben in den vier Jahren, in denen das Lager existiert. Ein Karner auf dem Friedhof von Feldkirchen wird für die meisten Verstorbenen schließlich die letzte Ruhestätte. 

1913 – Das erste Flugfeld entsteht

Die Arbeiten am damaligen k. u. k. Flugfeld beginnen, Hangars werden gebaut und ein Grasflugfeld wird errichtet. 

Das Flughafenareal in der Römerzeit

Auf dem Areal des jetzigen Flughafengeländes stand vor 2.000 Jahren eine der größten römerzeitlichen Villen Österreichs. Die Villa diente einer der führenden Familien der römischen Provinz Noricum als repräsentativer Wohnsitz und als Zentrum eines wahrscheinlich sehr ausgedehnten Landbesitzes.

Dass die vor 70 Jahren teilweise ausgegrabene Villa eines der bedeutendsten Bauwerke der Römerzeit in Österreich ist, stand stets außer Frage. Die alten Pläne erlaubten jedoch keine exakte Lokalisierung des Bauwerks. Ebenso war nicht bekannt, ob die fast 2.000 Jahre alten Baureste überhaupt noch erhalten waren. 

Um Klarheit zu schaffen, wurden im Jahr 2007 Bodenradarmessungen auf jenen Bereichen des Flughafenareals durchgeführt, unter denen man die Reste der Villa vermutete. Um den Flugbetrieb nicht zu stören, fanden die Messungen in der Nacht bei Flutlicht statt. Der Lohn für diesen Aufwand waren ausgezeichnete Ergebnisse: Die Mauern der Villa zeichneten sich sehr gut ab, die moderne Messung zeigte weitgehende Übereinstimmung mit dem alten Grabungsplan, aber auch neue, zusätzliche Details. 

Die Villa liegt in einem Bereich des Flughafen Graz, der von möglichen Ausbauten in der Zukunft nicht betroffen ist. So bleibt sie für die Nachwelt erhalten, die sie vielleicht später einmal mit noch moderneren Methoden erforscht.

Letzte Änderung: 09.01.2014 um 23:33 Uhr