Umwelt & Nachhaltigkeit

Photo: Stadt Graz / Foto Fischer. ÖKOPROFIT-Award: (f.l.) Stefan Haberler, Gerhard Widmann, Alexandra Eller, Karmen Dominko, Georg Schlagbauer, Tina Wirnsberger, Werner Prutsch.

Am Flughafen Graz hat der bewusste Umgang mit Natur und Umwelt einen fixen Platz in der Unternehmensstrategie. Ein kooperatives Miteinander mit Anrainern und MitarbeiterInnen ist nachhaltig in der Unternehmensphilosophie verankert.

Handeln für die Zukunft

Natur und Umwelt müssen für nachfolgende Generationen erhalten werden. Am Flughafen Graz werden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um diesem Auftrag nachzukommen.

Bereits zum 19. Mal wurde dem Flughafen Graz die begehrte ÖKOPROFIT-Auszeichnung verliehen, für sein Engagement und die Umsetzung von umweltauswirkenden Maßnahmen. ÖKOPROFIT ist ein Kooperationsprojekt zwischen Gemeinden und der Wirtschaft, um natürliche Ressourcen zu schonen und die Belastung der Umwelt zu reduzieren. Ziel ist eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in einer Region.

Ing. Georg Schlagbauer, Umweltbeauftragter des Flughafen Graz, und sein Team engagieren sich aktiv für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt.


Maßnahmen am Flughafen Graz - Umwelt und Mitarbeiter

Entsprechend verantwortungsvoll wurden auch 2016 wieder wichtige Akzente gesetzt. Wie schon in den vergangenen Jahren, haben Projekte rund um das Thema Licht eine große Rolle gespielt. Zum Beispiel wurde die Beleuchtung der Werbeplanen auf dem Tower sowie verschiedener Bereiche im Terminal auf stromsparende LEDs umgestellt. Weit auffälliger ist wohl der Serviceausbau, der im Bereich der E-Mobility durchgeführt wurde. Fünf E-Tankstellen mit insgesamt neun Ladepunkten für alle gängigen Anschlüsse wurden auf verschiedenen Parkflächen errichtet und werden gerne genutzt.


Umweltleistungen:
> Änderung der Beleuchtung GPZ und GFA KG auf LED: Reduktion des Stromverbrauchs um 70% oder 20.805 kWh/a, CO2-Reduktion 7,7 t/a.
> Änderung der Uplights bei der Terrasse Lagardere auf LED: Reduktion des Stromverbrauchs um 50% oder 361 kWh/a, CO2-Reduktion 0,13 t/a
> Weiterführung Änderung der Beleuchtung Gänge Frachtgebäude auf LED: Reduktion des Stromverbrauchs um 65% oder 15.155 kWh/a, CO2-Reduktion 5,61 t/a
> Weiterführung der Änderung der Downlights Fluggastgebäude auf LED. Ziel: Reduktion des Stromverbrauchs um 55% oder 31.025 kWh/a, CO2-Reduktion 11,48 t/a.

Highlight E-Mobility:
> Errichtung von 5 E-Tankstellen mit insgesamt 9 Ladepunkten im Bereich der öffentlichen Parkplätzen P0 und P1, sowie im Parkhaus zur freien Benutzung.

Umweltprogramm:
> Optimierung der Werte und Parameter bei den Lüftungsanlagen im Fluggastgebäude: Strom- und CO2-Einsparung
> Überprüfung der Einsatzmöglichkeit von LED-Strahlern bei der Beleuchtung des Vorfeldes Nord: Reduktion des Stromverbrauchs und der CO2-Emissionen
> Weiterführung der Installation von Bewegungssensoren im Gangbereich Verwaltung 1. OG. Ziel: Reduktion des Stromverbrauchs um 30% oder 438 kWh/a, CO2-Reduktion 0,16 t/a
> Weiterführung Einsatz Energiesparender Lampen bzw. Röhren. Ziel: Reduktion des Stromverbrauchs um 30% oder 20.000 kWh/a, CO2-Reduktion 7,4 t/a

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fokus

Im Sinne der Novellierung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes wurde sowohl die Flughafen Graz Betriebs GmbH als auch die Flughafen Graz Bodenservices GmbH hinsichtlich der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz evaluiert. Dabei ging es um die Beurteilung der Gesamtheit aller erfassbaren Einflüssen, die von außen auf den Menschen einwirken. D.h. Feststellen von arbeitsbedingten psychischen Belastungen die zu möglichen Fehlbeanspruchungen führen und in weiterer Folge gemeinsam mit den MitarbeiterInnen Vorschlagen und Umsetzten passender betrieblicher Maßnahmen zur nachhaltigen Veränderung. Kategorien arbeitsbedingter Fehlbelastungen betreffen vor allem Aufgabenanforderungen, Arbeitsumgebung, Arbeitsabläufe und –organisation sowie das Arbeits- und Sozialklima.

  • Schulterschluss am Umwelt-Round-Table

Er hat schon Tradition, der 2 x jährlich stattfindende Umwelt-Round-Table am Flughafen Graz, an dem sich seit 15 Jahren VerantwortungsträgerInnen zum konstruktiven Meinungsaustausch treffen. Es treffen sich die BürgermeisterInnen der Anrainergemeinden, der Umweltverein Feldkirchen-Seiersberg, das Land Steiermark (FA15 Schall-, Erschütterungs- und Lärmschutztechnik), die Flugsicherung Austro Control, VertreterInnen der ansässigen Flugschulen, der Segelflieger, der Fallschirmspringer und der Linienfluggesellschaften und der Flughafen Graz Betriebs GmbH, um über Sorgen und Probleme zu diskutieren und Anliegen vorzubringen. Begleitet von einer professionellen externen Moderation können anstehende Fragen diskutiert werden. Es kann nicht jedes Anliegen zur Zufriedenheit Aller gelöst werden, aber in vielen Punkten konnten in den vergangenen Jahren Verbesserungen erreicht werden.

Fluglärm

FAQs

Gibt es ein Nachtflugverbot? - Es gibt für den Flughafen Graz kein Nachtflugverbot. Der Flughafen ist täglich von 06.00 bis 23.30 Uhr Lokalzeit geöffnet. Bei unvorhersehbaren Verspätungen muss der Flughafen gemäß §5 Zivilflugplatz-Betriebsordnung (ZFBO) die Betriebszeit ausdehnen, in anderen Fällen kann er es tun. Diese Bestimmung wird sehr selten angewendet, einerseits, weil der Flughafen mit solchen Genehmigungen sehr restriktiv ist und andererseits, weil für verspätete Flüge Überstunden bezahlt werden müssen und die Airlines daher von sich aus interessiert sind, möglichst keine Flugbewegungen außerhalb der Betriebszeit zu haben.

Ist der Überflug über das Stadtgebiet verboten? – Nein, der Überflug über die Stadt Graz ist nicht verboten.

Wieso fliegt das Flugzeug genau über mein Haus? – Flugzeuge bewegen sich in der Luft innerhalb der für den Flugverkehr freigegebenen Zonen. Diese Zonen führen auch über besiedeltes Gebiet.

Wieso werden die Platzrunden nicht genau eingehalten? – Die Platzrunden sind Flugwege für die Pilotenausbildung mit kleinen Flugzeugen, an die sich die Piloten nach Möglichkeit halten sollen. Es kann jedoch zu Abweichungen kommen, denn Flugzeuge haben unterschiedliches Steigverhalten, reagieren bei Wind unterschiedlich etc. Auch die Flugsicherung kann Abweichungen von der Platzrunde anordnen, wenn es der restliche Flugverkehr erfordert.


Maßnahmen am Flughafen Graz zur Vermeidung von Fluglärm

  • Erarbeitung und Veröffentlichung einer Platzrundenkarte:
    Die Platzrundenkarte wurde in den Sitzungen des Umwelt-Round-Table erarbeitet. Sie dient als Orientierungshilfe für die Piloten, damit bei den Platzrunden der Überflug über besiedeltes Gebiet möglichst gering gehalten wird.
    Es kann jedoch in bestimmten Situationen zu Abweichungen von diesen eingezeichneten Platzrunden kommen, (siehe FAQ – wieso werden Platzrunden nicht genau eingehalten). Aufgrund von Anregungen und Änderungsvorschlägen im Umwelt-Round-Table ist es auch immer wieder zu Änderungen und Verbesserungen der Platzrundenkarte gekommen.

    >> Platzrundenkarte

  • Umwelt-Round-Table:
    Als eines der Instrumente zur Beurteilung der Situation um den Flughafen hat sich der zweimal jährlich stattfindende Umwelt-Round-Table bestens bewährt (siehe oben „Schulterschluss am Umwelt-Round-Table“).


Aufgrund der Treffen im Rahmen des Umwelt-Round-Table konnten eine Reihe von Maßnahmen gesetzt werden, die zu einer Verbesserung geführt haben:

Informationen zum Flugbetrieb

Im Luftfahrthandbuch Österreich gibt es die Regelungen für den Luftverkehr am Flughafen Graz. Die Information finden Sie unter „aktuelle Ausgabe/AIP Part III – AD2 – Flughäfen“ >> eaip.austrocontrol.at


Weiterführende Informationen

Kontakt bei Fragen zur Lärmmessung - Landesregierung/Lärmmessung

 

 

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